Jutta Hipp

Ihr Leben & Wirken

Malerin - Pianistin - Poetin - Sie war die erste europäische Jazzmusikerin, die einen Vertrag beim legendären US-Label Blue Note erhielt.

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Das Buch ist als Geschenk 2012 herausgegeben worden und unverkäuflich.

Jutta Hipp am 4. Februar 1925 in Leipzig geboren, gründete sie 1953 ihre eigene Band, das Jutta Hipp Quintett mit Emil Mangelsdorff (Alto Sax); Joki Freund (Tenor Sax), und Hans Kresse (Bass). Gast-Soloisten in Hipps Combo waren u. a. Albert Mangelsdorff (Posaune); Carlo Bohländer (Trompete), Atilla Zoller (Gitarre) und Hugo Strasser. Durch Platteneinspielungen und internationale Tourneen, bereits 1954, hatte sich ihr Talent weit herumgesprochen.

1955 folgte sie dem Ruf von Leonhard Feather und siedelte nach New York über. Sie spielte drei LPs ein: „At the Hickory House“ (Vol. 1 und 2) und „With Zoot Sims“. Hipps Stil war zunächst noch stark von der Swing-Stil geprägt und veränderte sich in den USA durch ihre Begeisterung für Rhythm & Blues.

In den acht Monaten, in den die drei Einspielungen entstanden überwarf sie sich danach mit Leonard Feather. Die Zusammenarbeit mit dem Blue Note Label war zu ende.

1956 trat sie beim „Newport Jazz Festival" auf. Kurze Zeit arbeitete sie auch mit Charles Mingus zusammen. 1957/58 geht sie auf Tournee durch die Südstaate mit dem Saxophonisten Jesse Powell, die sie als beglückend empfindet.

Bis 1960 trat sie dabei noch an Wochenenden als Jazzmusikerin auf. Und kehrte danach dem Jazz den Rücken.

Sie schrieb einmal: „Meine liebste Form von Jazz war immer à la Count Basie, Lester Young und viele andere in der Richtung, Hard Swinging Jazz, und ist es noch heute, ganz egal, was ich damals spielte, man muss sich anpassen“.

In den späten 1950er Jahren suchte sie sich einen Tagesjob als Näherin bei Firma in Queens. Bis 1995 arbeitete sie dort und ging im Alter von 70 Jahren in den Ruhestand. Die vielseitig begabte Künstlerin wollte nur noch Malen; Zeichnen; das von ihr innig geliebte New York City fotografieren; und gelegentlich Gedichte schreiben. Hipp versuchte sich auch als Designerin bei einer Vielzahl von folkloristisch anmutenden Stoffpuppen.

Hipp kehrte nie wieder nach Deutschland zurück. Am 7. April 2003 starb sie in ihrer Wohnung in Queens (New York).